WOHNENRW-Tage 2025: NRW-Staatssekretär Daniel Sieveke besucht BGW-Wohnprojekt
Im Rahmen der diesjährigen WOHNENRW-Tage hat Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, das BGW-Wohnprojekt “Young Urban Living” besucht, das Anfang des Jahres 2025 bezogen worden ist.

Nahmen das BGW-Wohnprojekt “Young Urban Living” in Augenschein (v.l.n.r.): Stefan Helling-Voß (Geschäftsführer Bethel.regional), Claudia Koch (Dezernentin Wohnen und Stadtentwicklung der Stadt Bielefeld), Andreas Rüther (1. Bürgermeister der Stadt Bielefeld), Sabine Kubitza (BGW-Geschäftsführerin), Daniel Sieveke (Staatssekretär), Oliver Niermann (Abteilungsleiter Interessenvertretung im Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V.) und Daniela Niermann (Geschäftsführerin Haus & Grund Bielefeld) Fotos: Martin Kimpel
Mit dem Projekt „Young Urban Living“ setzt die BGW ein starkes Zeichen für zukunftsorientiertes und inklusives Wohnen in Ostwestfalen. Am Lipper Hellweg 70 in Bielefeld ist ein modernes Wohnquartier entstanden, das urbane Lebensqualität mit nachhaltigen und sozialen Aspekten vereint.
Im Rahmen der WOHNENRW-TAGE 2025 hat Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, das außergewöhnliche Projekt besucht: „Die öffentliche Wohnraumförderung ist Azubi- und Studi-Förderer Nummer eins: Mithilfe der öffentlichen Wohnraumförderung entsteht preisgünstiger Wohnraum für die, die ganz am Anfang ihres Berufslebens stehen. Fördern, was Wohnungen für junge Menschen schafft — das ist unser Motto. Mit 6,3 Millionen Euro aus der öffentlichen Wohnraumförderung entstehen 70 geförderte Wohnungen – darunter sechs rollstuhlgerechte Apartments und eine Wohngruppe für Menschen mit Behinderung. Gerade für Menschen mit Behinderung ist barrierefreies Wohnen ein wichtiger Baustein für ein eigenständiges und würdevolles Leben mit sozialer Teilhabe inmitten unserer Gesellschaft. Mit ‚Young Urban Living‘ ist ein lebendiges Zusammenleben ermöglicht worden, das beispielhaft für die Verbindung von sozialer Verantwortung, ökologischer Nachhaltigkeit und urbaner Lebensqualität steht.“
Das ursprünglich 1970 errichtete Gebäude am Lipper Hellweg 70 mit 54 Apartments entsprach nicht mehr den heutigen Wohnstandards und wurde daher durch einen Neubau ersetzt. Unter dem Motto „Young Urban Living“ ist ein 7‑geschossiges Apartmenthaus mit insgesamt 70 Apartments (davon sechs rollstuhlgerecht) entstanden.
Die Wohneinheiten sind zwischen 25 und 50 m² groß und speziell für die Zielgruppe junge Erwachsene erbaut. Alle Apartments sind mit einer Einbauküche ausgestattet und verfügen jeweils über eine Terrasse bzw. einen Balkon.
Ein weiteres Mal kooperieren bei diesem Projekt die BGW und die Stiftung Bethel. So ist als ergänzender, inklusiver Baustein im 1. OG eine Wohngruppe für junge Menschen im Alter von 18 bis 35 Jahren mit einer chronischen Epilepsie und zusätzlichen kognitiven, sowie psychosozialen Beeinträchtigungen eingerichtet worden. Die konsequent barrierefreie und teilweise rollstuhlgerechte Architektur ermöglicht eine uneingeschränkte Teilhabe und fördert ein inklusives Miteinander.
In ihrer Begrüßung hob Sabine Kubitza, Geschäftsführerin der BGW, hervor: „Mit dem Projekt ‚Young Urban Living‘ schaffen wir nicht nur neuen, bezahlbaren Wohnraum, sondern auch Lebensqualität und echte Inklusion.“ Diese Einschätzung wurde auch von Stefan Helling-Voß geteilt, der als Geschäftsführer von Bethel.regional ebenfalls einige Worte an die Anwesenden richtete.
Neue und kreative Konzepte bedürfen einer besonderen Architektur
Mit jungen Erwachsenen in schulischer Ausbildung und dem Wohngruppenbaustein soll am Lipper Hellweg 70 der Gedanke eines inklusiven Miteinanders im Wohnen und Lernen gefördert werden. So entstehen nicht nur Begegnungs- sondern bestenfalls auch wechsel-seitige Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag für Menschen mit und ohne Behinderung. Menschen, die in hochschulischer, schulischer oder „praktischer“ Ausbildung sind oder auch aus unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Schichten stammen. Die Möglichkeit hierfür bietet nicht zuletzt der im Erdgeschoss gelegene großzügige und modern ausge-stattete Aufenthaltsraum als gemeinsamer Treffpunkt.
Nachhaltigkeit im Fokus
Das Projekt „Young Urban Living“ überzeugt durch seine ressourcenschonende Bauweise:
- Dachbegrünung zur Verbesserung des Mikroklimas
- Photovoltaikanlagen zur Eigenstromerzeugung
- Wärmepumpen nach höchsten Energiestandards (BEG Effizienzhaus Std 40 EE)
„Young Urban Living“ in Infrastruktur eingebettet
Die umliegende Infrastruktur ermöglicht sehr gute Einkaufsmöglichkeiten, eine hervorragende ärztliche Versorgung und eine ideale Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, um Ausbildungs- und Arbeitsstellen und alle Angebote der Stadt, insbesondere der Angebote für junge Menschen, in der City zu erreichen.
Bezahlbares Wohnen durch 100 % geförderter Wohnraum
Das Neubauprojekt mit einem Investitionsvolumen von ca. 9,61 Millionen Euro wird mit rund 6,3 Millionen Euro vom Land NRW gefördert und bildet einen wichtigen Baustein für bezahlbares Wohnen in der Region. Ein Apartment mit 25,73 m² Wohnfläche kostet für Studierende, Schüler und Auszubildende lediglich 307,50 Euro inklusive Nebenkosten.