#News4. Sep­tem­ber 2025

WOH­­NENRW-Tage 2025: NRW-Staats­­­se­­k­re­­tär Daniel Sie­ve­ke besucht BGW-Wohn­­pro­­jekt

Im Rahmen der dies­jäh­ri­gen WOH­NENRW-Tage hat Daniel Sie­ve­ke, Staats­se­kre­tär im Minis­te­ri­um für Heimat, Kom­mu­na­les, Bau und Digi­ta­li­sie­rung des Landes Nord­rhein-West­fa­len, das BGW-Wohn­pro­jekt “Young Urban Living” besucht, das Anfang des Jahres 2025 bezo­gen worden ist.

Nahmen das BGW-Wohn­pro­jekt “Young Urban Living” in Augen­schein (v.l.n.r.): Stefan Hel­ling-Voß (Geschäfts­füh­rer Bethel.regional), Clau­dia Koch (Dezer­nen­tin Wohnen und Stadt­ent­wick­lung der Stadt Bie­le­feld), Andre­as Rüther (1. Bür­ger­meis­ter der Stadt Bie­le­feld), Sabine Kubitza (BGW-Geschäfts­füh­re­rin), Daniel Sie­ve­ke (Staats­se­kre­tär), Oliver Nier­mann (Abtei­lungs­lei­ter Inter­es­sen­ver­tre­tung im Ver­band der Woh­nungs- und Immo­bi­li­en­wirt­schaft Rhein­land West­fa­len e.V.) und Danie­la Nier­mann (Geschäfts­füh­re­rin Haus & Grund Bie­le­feld) Fotos: Martin Kimpel

Mit dem Pro­jekt „Young Urban Living“ setzt die BGW ein star­kes Zei­chen für zukunfts­ori­en­tier­tes und inklu­si­ves Wohnen in Ost­west­fa­len. Am Lipper Hell­weg 70 in Bie­le­feld ist ein moder­nes Wohn­quar­tier ent­stan­den, das urbane Lebens­qua­li­tät mit nach­hal­ti­gen und sozia­len Aspek­ten ver­eint.

Im Rahmen der WOHNENRW-TAGE 2025 hat Daniel Sie­ve­ke, Staats­se­kre­tär im Minis­te­ri­um für Heimat, Kom­mu­na­les, Bau und Digi­ta­li­sie­rung des Landes Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len, das außer­ge­wöhn­li­che Pro­jekt besucht: „Die öffent­li­che Wohn­raum­för­de­rung ist Azubi- und Studi-För­­de­­rer Nummer eins: Mit­hil­fe der öffent­li­chen Wohn­raum­för­de­rung ent­steht preis­güns­ti­ger Wohn­raum für die, die ganz am Anfang ihres Berufs­le­bens stehen. För­dern, was Woh­nun­gen für junge Men­schen schafft — das ist unser Motto. Mit 6,3 Mil­lio­nen Euro aus der öffent­li­chen Wohn­raum­för­de­rung ent­ste­hen 70 geför­der­te Woh­nun­gen – dar­un­ter sechs roll­stuhl­ge­rech­te Apart­ments und eine Wohn­grup­pe für Men­schen mit Behin­de­rung. Gerade für Men­schen mit Behin­de­rung ist bar­rie­re­frei­es Wohnen ein wich­ti­ger Bau­stein für ein eigen­stän­di­ges und wür­de­vol­les Leben mit sozia­ler Teil­ha­be inmit­ten unse­rer Gesell­schaft. Mit ‚Young Urban Living‘ ist ein leben­di­ges Zusam­men­le­ben ermög­licht worden, das bei­spiel­haft für die Ver­bin­dung von sozia­ler Ver­ant­wor­tung, öko­lo­gi­scher Nach­hal­tig­keit und urba­ner Lebens­qua­li­tät steht.“

Das ursprüng­lich 1970 errich­te­te Gebäu­de am Lipper Hell­weg 70 mit 54 Apart­ments ent­sprach nicht mehr den heu­ti­gen Wohn­stan­dards und wurde daher durch einen Neubau ersetzt. Unter dem Motto „Young Urban Living“ ist ein 7‑geschossiges Apart­ment­haus mit ins­ge­samt 70 Apart­ments (davon sechs roll­stuhl­ge­recht) ent­stan­den.

Die Wohn­ein­hei­ten sind zwi­schen 25 und 50 m² groß und spe­zi­ell für die Ziel­grup­pe junge Erwach­se­ne erbaut. Alle Apart­ments sind mit einer Ein­bau­kü­che aus­ge­stat­tet und ver­fü­gen jeweils über eine Ter­ras­se bzw. einen Balkon.

Ein wei­te­res Mal koope­rie­ren bei diesem Pro­jekt die BGW und die Stif­tung Bethel. So ist als ergän­zen­der, inklu­si­ver Bau­stein im 1. OG eine Wohn­grup­pe für junge Men­schen im Alter von 18 bis 35 Jahren mit einer chro­ni­schen Epi­lep­sie und zusätz­li­chen kogni­ti­ven, sowie psy­cho­so­zia­len Beein­träch­ti­gun­gen ein­ge­rich­tet worden. Die kon­se­quent bar­rie­re­freie und teil­wei­se roll­stuhl­ge­rech­te Archi­tek­tur ermög­licht eine unein­ge­schränk­te Teil­ha­be und för­dert ein inklu­si­ves Mit­ein­an­der.

In ihrer Begrü­ßung hob Sabine Kubitza, Geschäfts­füh­re­rin der BGW, hervor: „Mit dem Pro­jekt ‚Young Urban Living‘ schaf­fen wir nicht nur neuen, bezahl­ba­ren Wohn­raum, son­dern auch Lebens­qua­li­tät und echte Inklu­si­on.“ Diese Ein­schät­zung wurde auch von Stefan Hel­­ling-Voß geteilt, der als Geschäfts­füh­rer von Bethel.regional eben­falls einige Worte an die Anwe­sen­den rich­te­te.

Neue und krea­ti­ve Kon­zep­te bedür­fen einer beson­de­ren Archi­tek­tur

Mit jungen Erwach­se­nen in schu­li­scher Aus­bil­dung und dem Wohn­grup­pen­bau­stein soll am Lipper Hell­weg 70 der Gedan­ke eines inklu­si­ven Mit­ein­an­ders im Wohnen und Lernen geför­dert werden. So ent­ste­hen nicht nur Bege­g­­nungs- son­dern bes­ten­falls auch wech­­sel-sei­­ti­­ge Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten im Alltag für Men­schen mit und ohne Behin­de­rung. Men­schen, die in hoch­schu­li­scher, schu­li­scher oder „prak­ti­scher“ Aus­bil­dung sind oder auch aus unter­schied­li­chen kul­tu­rel­len und gesell­schaft­li­chen Schich­ten stam­men. Die Mög­lich­keit hier­für bietet nicht zuletzt der im Erd­ge­schoss gele­ge­ne groß­zü­gi­ge und modern ausge-sta­t­­te­­te Auf­ent­halts­raum als gemein­sa­mer Treff­punkt.

Nach­hal­tig­keit im Fokus
Das Pro­jekt „Young Urban Living“ über­zeugt durch seine res­sour­cen­scho­nen­de Bau­wei­se:

  • Dach­be­grü­nung zur Ver­bes­se­rung des Mikro­kli­mas
  • Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen zur Eigen­strom­erzeu­gung
  • Wär­me­pum­pen nach höchs­ten Ener­gie­stan­dards (BEG Effi­zi­enz­haus Std 40 EE)

 „Young Urban Living“ in Infra­struk­tur ein­ge­bet­tet

Die umlie­gen­de Infra­struk­tur ermög­licht sehr gute Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten, eine her­vor­ra­gen­de ärzt­li­che Ver­sor­gung und eine ideale Anbin­dung an den öffent­li­chen Nah­ver­kehr, um Aus­­­bil­­dungs- und Arbeits­stel­len und alle Ange­bo­te der Stadt, ins­be­son­de­re der Ange­bo­te für junge Men­schen, in der City zu errei­chen.

 Bezahl­ba­res Wohnen durch 100 % geför­der­ter Wohn­raum
Das Neu­bau­pro­jekt mit einem Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von ca. 9,61 Mil­lio­nen Euro wird mit rund 6,3 Mil­lio­nen Euro vom Land NRW geför­dert und bildet einen wich­ti­gen Bau­stein für bezahl­ba­res Wohnen in der Region. Ein Apart­ment mit 25,73 m² Wohn­flä­che kostet für Stu­die­ren­de, Schü­ler und Aus­zu­bil­den­de ledig­lich 307,50 Euro inklu­si­ve Neben­kos­ten.