#News2. April 2026

Eine Erfolgs­ge­schich­te mit Zukunft: 30 Jahre “Bie­le­fel­der Modell”

Seit 1996 setzt die BGW mit ver­schie­de­nen Koope­ra­ti­ons­part­nern das „Bie­le­fel­der Modell“ in die Praxis um. In diesem Jahr feiert das beson­de­re Wohn­kon­zept sein 30-jäh­ri­ges Jubi­lä­um und wird aktu­ell in elf Quar­tie­ren gemein­sam mit der Stadt Bie­le­feld und drei Sozi­al­part­nern  umge­setzt

Vor Ort beim “Bie­le­fel­der Modell” an der Brock­ei­che in Alten­ha­gen (von links nach rechts): Ingo Nürn­ber­ger (Erster Bei­geord­ne­ter der Stadt Bie­le­feld), Sabine Kubitza (BGW-Geschäfts­füh­re­rin), Kirs­ten Hops­ter (Vor­stands­vor­sit­zen­de AWO Kreis­ver­band Bie­le­feld) und Oliver Klin­gel­berg (Team­lei­ter Sozi­al­ma­nage­ment bei der BGW)

„Das rich­tungs­wei­sen­de Kon­zept wurde in den ver­gan­ge­nen drei Jahr­zehn­ten kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt, um sich den ver­än­dern­den Her­aus­for­de­run­gen anzu­pas­sen“, erklärt BGW-Geschäfts­­­füh­­re­rin Sabine Kubitza und betont: „Die zen­tra­le Idee ist aber von Beginn an unver­än­dert geblie­ben: selbst­be­stimm­tes Wohnen im ver­trau­ten Quar­tier mit umfas­sen­der Ver­sor­gungs­si­cher­heit, und das bis­lang ohne Ser­vice­pau­scha­le, zu gewähr­leis­ten.“

Aktu­ell wird das „Bie­le­fel­der Modell“ in elf Quar­tie­ren mit Part­nern wie der AWO, der Initia­ti­ve „Gepflegt Wohnen e.V.“ und dem DRK Sozia­le Diens­te umge­setzt. Das Kon­zept zieht auch nach drei Jahr­zehn­ten bun­des­weit Auf­merk­sam­keit auf sich und wird mitt­ler­wei­le in ande­ren Städ­ten wie Mün­chen, Mainz oder auch Ham­burg umge­setzt.

Im Mit­tel­punkt steht ein ganz­heit­li­cher Ansatz: Ein­be­zo­gen in bestehen­de Wohn­quar­tie­re und in guter infra­struk­tu­rel­ler Anbin­dung bietet die BGW älte­ren Men­schen oder Men­schen mit Behin­de­rung kom­for­ta­ble und bar­rie­re­freie Woh­nun­gen. Kom­bi­niert ist dieses Ange­bot mit einem Wohn­ca­fé als Treff­punkt und Ort der Kom­mu­ni­ka­ti­on, der allen Men­schen in der Nach­bar­schaft offen­steht.

Gleich­zei­tig bietet ein sozia­ler Dienst­leis­ter ein umfang­rei­ches Leis­tungs­an­ge­bot im unmit­tel­ba­ren Quar­tiers­be­zug. Auf die Hilfs- und Betreu­ungs­an­ge­bo­te können alle Mie­te­rin­nen und Mieter zurück­grei­fen, müssen diese aber nur im tat­säch­li­chen Bedarfs­fall bezah­len.

„Wir schaf­fen Raum für Begeg­nun­gen und för­dern damit eine aktive Nach­bar­schaft. So können Struk­tu­ren wach­sen, die ein lebens­lan­ges Wohnen in der ver­trau­ten Umge­bung ermög­li­chen“, beschreibt Oliver Klin­gel­berg, Team­lei­ter Sozi­al­ma­nage­ment bei der BGW, einen wesent­li­chen Bau­stein des „Bie­le­fel­der Modells“.

„Gemein­sam mit der Stadt Bie­le­feld und unse­ren Koope­ra­ti­ons­part­nern sind wir sehr aktiv, um das ‚Bie­le­fel­der Modell‘ zukunfts­si­cher zu machen“, erklärt Sabine Kubitza und Oliver Klin­gel­berg ergänzt: „Der Ein­satz von Prä­senz­kräf­ten im Quar­tier, die bei­spiels­wei­se eine haus­wirt­schaft­li­che oder sozia­le Qua­li­fi­ka­ti­on haben, stärkt den inter­dis­zi­pli­nä­ren Ansatz und hilft, das knappe Gut der exami­nier­ten Pflege auf die Kern­kom­pe­ten­zen zu kon­zen­trie­ren. Zudem gilt es stetig neue Wege zu finden, die umfas­sen­de Ver­sor­gungs­si­cher­heit im Quar­tier als zen­tra­len Modell­bau­stein nach­hal­tig finan­zi­ell abzu­si­chern.“

Bie­le­felds Erster Bei­geord­ne­ter Ingo Nürn­ber­ger weist darauf hin, dass der Rat der Stadt Bie­le­feld die beschrie­be­nen Her­aus­for­de­run­gen bereits vor gerau­mer Zeit erkannt hat: „Wir wissen, dass das ‚Bie­le­fel­der Modell‘ in einer altern­den Gesell­schaft einen großen Bei­trag zur Teil­ha­be und einer wohn­ort­na­hen Unter­stüt­zung leis­tet. Bar­rie­re­frei­es Wohnen, geleb­te Nach­bar­schaft und eine quar­tiers­ori­en­tier­te Pflege sind ein rich­tig gutes Paket. An zehn Stand­or­ten sichert die Stadt gemein­sam mit der BGW und den Sozi­al­part­nern min­des­tens bis 2028 die Quar­tiers­ar­beit des AWO-Kreis­­ver­­­ban­­des Bie­le­feld und von MellyCox/Gepflegt Wohnen e.V. finan­zi­ell ab.“