#News4. Novem­ber 2026

“Haupt­amt und Ehren­amt gehen Hand in Hand” — BGW und AWO pro­fi­tie­ren von För­der­mit­teln des ESF

Seit 2022 besteht das „Bie­le­fel­der Modell“ an der Brock­ei­che 8–10 in Alten­ha­gen: Als Koope­ra­ti­ons­part­ner der BGW ist der AWO Kreis­ver­band Bie­le­feld e.V. mit einem Pflege- und Quar­tiers­bü­ro vor Ort. Ergän­zend ist der Trä­ger­ver­ein Café 3B in der Wohn­an­la­ge prä­sent. Im Rahmen einer „Mit­tel­takt­ver­an­stal­tung“, die an der Brock­ei­che in Alten­ha­gen statt­ge­fun­den hat, zogen die BGW und AWO eine durch­weg posi­ti­ve Bilanz ihrer gemein­sa­men Initia­ti­ve.

Zogen eine posi­ti­ve Bilanz ihrer Initia­ti­ve: (v.l.n.r.): Karin Haist (Demo­gra­fie-Exper­tin und Refe­ren­tin des Abends), Mesut Can (Café 3B), Flo­ri­an Hans (AWO Kreis­ver­band Bie­le­feld), Lore­da­na Amico (AWO Kreis­ver­band Bie­le­feld), Oliver Klin­gel­berg (Leiter Sozi­al­ma­nage­ment BGW), Sonja Heck­mann (AWO Kreis­ver­band Bie­le­feld) Foto: BGW/Susanne Frei­tag

Erst­mals nehmen die BGW und die AWO an dem Stand­ort des „Bie­le­fel­der Modells“ För­der­mit­tel des Euro­päi­schen Sozi­al­fonds (ESF) in Anspruch: Im Rahmen des ESF+-Projektes „Gemein­schaft leben in einem viel­fäl­ti­gen Quar­tier“ werden seit 2022 für einen För­der­zeit­raum von ins­ge­samt sechs Jahren Ange­bo­te der sozia­len Teil­ha­be, Begeg­nungs­mög­lich­kei­ten und orts­na­he Bera­tung für ganz Alten­ha­gen finan­zi­ell unter­stützt. Geför­dert werden dabei rund 1,5 Per­so­nal­stel­len in diesem Zeit­raum.

„Gemein­sam mit zahl­rei­chen Ehren­amt­li­chen, der BGW und dem Café 3B sind bereits viel­fäl­ti­ge Akti­vi­tä­ten umge­setzt worden“, zogen Lore­da­na Amico und Flo­ri­an Hans, die beiden haupt­amt­li­chen Kräfte des AWO-Quar­­tier­s­­bü­ros, bei der „Mittel-tak­t­­ver­­an­stal­­tung“ am 29. Okto­ber 2026 eine durch­weg posi­ti­ve Bilanz. Wäh­rend Lore­da­na Amico für die Berei­che Bil­dung, Bera­tung und Infor­ma­ti­on zustän­dig ist und eine offene Sprech­stun­de, Work­shops und Info­ver­an­stal­tun­gen anbie­tet, betreut ihr Kol­le­ge Flo­ri­an Hans das bür­ger­schaft­li­che Enga­ge­ment und das Wohn­ca­fé, das mit einem abwechs­lungs­rei­chen Pro­gramm auf­war­tet: vom Tanz­treff über Lach­yo­ga bis zum Krea­tiv­an­ge­bot, vom Spiele- und Fil­me­abend bis zum Spa­zier­gang. „Bei all diesen Akti­vi­tä­ten gehen Haupt- und Ehren­amt Hand in Hand“, beton­te Flo­ri­an Hans.

Wie wich­tig ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment bei der Quar­tiers­ar­beit ist, machte auch die Demo­­gra­­fie-Exper­­tin Karin Haist in einem Impuls­vor­trag deut­lich. Ange­sichts des stei­gen­den Anteils älte­rer Men­schen an der Gesamt­be­völ­ke­rung und der gleich­zei­ti­gen Über­las­tung der Pfle­ge­sys­te­me wachse der Bedarf an loka­len sor­gen­den Gemein­schaf­ten und senio­ren­freund­li­chen Sozi­al­räu­men.

Bei der Erfül­lung der hier zu leis­ten­den Auf­ga­ben sei vor allem bei den im Ruhe­stand befind­li­chen Boo­mern ein hohes ehren­amt­li­ches Poten­zi­al zu erken­nen: „60 Pro­zent von ihnen sind zum Ehren­amt bereit, und ein großer Teil kann sich dieses Enga­ge­ment in der Stadt­­­teil- und Nach­bar­schafts­hil­fe vor­stel­len.“